By 22. Februar 2013 0 Comments Read More →

Kleinere Verpackungen, größeres Vergnügen

Wie oft habe ich schon LEGO® Fans über überdimensionierte Set-Verpackungen meckern hören. Mein Keller, der die ganzen Kartons beherbergen muss (wegwerfen ist schließlich ein No-Go) muss stöhnen wegen dem erhöhten Platzbedarf und ich kann nichts anderes tun, als ihn hilflos leiden zu sehen. Vor allem in den letzten Jahren und insbesondere (aber nicht nur) bei Lizenz-Sets hat TLG die Verpackungsboxen vergrößert.

Woran das liegen mag?

Inhalt eines 7915 Imperial V-Wing Starfighter Kartons. Inklusive gähnende Leere!

Schon beim Aufmachen sehe ich bis auf den Kartonboden. Die Umwelt schaut in solchen Situationen auch aufn Boden. Und ich auch… gewölbter Stickerbogen >.<
Doch wenn ich aus der Sicht eines TLG-Managers denke, kann ich die große Verpackung nachvollziehen: LEGO legt wert auf schöne Box-Designs und große Verpackungen, damit das durchaus teure Set über den Verkaufstisch kommt. Die Battlepacks von Fluch der Karibik beispielsweise haben eine viel kleinere Verpackung und denselben Preis wie die Star Wars Battlepacks mit größerer Box – da hat mich der kleine Junge im Lego Store nicht gewundert, der seine Mutter darauf hinwies wie klein und wie teuer die Kapitänskajüte sei.

– Zitat Bane, 7915 Imperial V-Wing Starfighter review, 2011

Nun wagt die Firma den prestigeträchtigen Schritt und kündigt an, die Kartons an den Inhalt anzupassen. Hurra! MISB-Sammler, LEGO Händler, die Fans, der kleine Junge aus dem LEGO Store, die Umwelt und nicht zuletzt mein Keller werden sich freuen.

In ihrer Presseeklärung verkündet LEGO die Folgen dieser Boxenverkleinerung. So soll der jährliche Kartonverbrauch um 4.000 Tonnen verringert werden – die Verpackungen der Sets machen zur Zeit, laut TLC, 15% des CO2-Ausstoßes der Firma aus.  Quasi eine Win-Win-Situation: TLC spart Kosten, die Fans freuen sich auf „ehrlichere“ Verpackungen und die Umwelt wird zumindest ein bisschen geschont.

Ach ja, und falls sich die Norddeutschen Leser immer noch wundern, wer denn bitte in die Offshore-Windräder da oben investiert hat: ja, das war auch LEGO. Damit will TLC bis 2015 jährlich so viel „grüne Energie“ erzeugen, wie sie selbst verbraucht.

Wer sich noch daran erinnert, dass die LEGO-Plastiksteine auch mit Erdöl erzeugt werden kann die Umwelt noch ein bisschen mehr schützen – mit LEGO Steinen aus einem erneuerbaren nachwachsenden Material namens Holz.

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Berliner, Blogger, Star Wars und LEGO-Fan, Hobby-Fotograf. Zu finden auf twitter, flickr, oder nachts in Berliner Kneipen.

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